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Institut für Altenwohnbau und
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20.12.2007

Arbeitshilfe zur Gründung von genossenschaftlich organisierten Wohnformen beschlossen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der Konsumgenossenschaft, Hamburg, wird das Institut im ersten Quartal 2008 eine praxisorientierte Arbeitshilfe zur Gründung von Genossenschaften erarbeiten. Zentrale Ziele sind, das bürgerschaftliche Engagement mit dem durchaus vorhandenen wirtschaftlichen Potenzial auf kommunaler Ebene zu bündeln und so regionalen Initiativen, engagierten Bürgern in den Kommunen und Investoren eine Rechtsform vorzustellen, die die Verwirklichung sozialer Ziele (mit einem hohen Grad an Mitbestimmung des Einzelnen) und eine wirtschaftlich tragfähige und verlässliche Struktur bietet.
In Zeiten, in denen sich der "Staat" zunehmend aus der Förderung sozialer Leistungen zurückzieht und die traditionellen Investoren und u.U. auch die Anbieter von Pflegeleistungen in erster Linie auf ihre eigene Rendite schauen (müssen), ist Eigeninitiative und Mitverantwortung gefragt.
Bestes Beispiel sind die kleineren Kommunen mit bis zu 7.000 Einwohnern, die für die vorgenannten Investorengruppen finanziell unattraktiv sind (rechnet sich nicht). Diese oft ländlich geprägten Kommunen leiden schon heute unter Mängeln der pflegerischen Infrastruktur, die durch den demografischen Wandel noch weiter zunehmen werden.

Über die Gründung einer kommunalen Genossenschaft können mit einer aktiven Bürgerbeteiligung und Unterstützung der Kommune allerdings kleinräumige Wohnstrukturen und Dienstleistungsangebote bedürfnisgerecht realisiert und qualitätvoll betrieben werden.
Das Konzept des INFAQT, ein passgenaues Wohnhaus für Pflegebedürftige mit 12 bis 24 Wohnungen, einem integrierten ambulanten Pflegedienst und weiteren sozial-kulturellen Angeboten, erfährt durch die Diskussion von sogenannten Pflegestützpunkten eine neue Aktualität, die genutzt werden sollte.

Klein - aber nachfragegerecht und bedürfnisorientiert

Unterstützungsleistungen und pflegerische Angebote müssen dort angesiedelt werden, wo der Bedarf auch unmittelbar besteht. Die Bürger bleiben in ihren Gemeinden und der lokale ambulante Dienst kann auch bei hohem Pflegebedarf und nicht ausreichender häuslicher Versorgung seine Kunden weiter versorgen. Ein Wegzug aus dem angestammten Wohnquartier in eine enfernte Pflegeeinrichtung entfällt. 
Zentrale Anstalten und Einrichtungen von 80 bis 100 Plätzen, die Lieblingsvariante der Banker und Investoren, passen schon vor dem Hintergrund der lokalen Nachfrage nicht in ein wohnortnahes Konzept einer zukunftsfähigen Pflegeinfrastruktur.
Die Rendite, die eine Pflegegesellschaft mit der Versorgung und Pflege erzielt, kann in einer Genossenschaft unmittelbar in ein mehr an Qualität oder in ein preisgünstigeres Angebot für die Mitglieder der Genossenschaft umgesetzt werden.
Der vergangene Slogan der Konsumgenossenschaften "Gute Lebensmittel - preisgünstig anbieten" wird in "Gute Pflege und Betreuung - preisgünstig anbieten" aktualisiert.

(download: Beitrag zu den Möglichkeiten einer Genossenschaft, Euroforum Konferenz, Köln)

 

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