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19.12.2007

Die Landesregierung Salzburg entscheidet sich für das Hausgemeinschaftsprinzip in der Pflege

Pflegekonferenz in Salzburg

„Wir müssen wieder die Nummer Eins in der Pflege werden“

Im Rahmen der einmal im Jahr durchgeführten Pflegekonferenz des Landes Salzburg am 26.11.2007 wurden mit den politischen Vertretern, der Fachöffentlichkeit und der Praxis die Vorteile von Hausgemeinschaften in der vollstationären Pflege diskutiert.
Als externe Referenten waren neben Herrn Gennrich, als Vertreter des Instituts für Altenwohnbau und Qualitätsmanagement, auch der Geschäftsführer der Sozialholding Mönchengladbach, Herr Wallrafen-Dreisow, eingeladen.
Die sehr gut besuchte und lebhafte Veranstaltung wurde ergänzt durch eine Pressekonferenz der Landesregierung, in der die Landesrätin Frau Erika Scharer ihre Eindrücke wie folgt zusammenfasste:

"Das Hausgemeinschaftsmodell entwickelt viele innovative Ansätze, die wir bereits jetzt in unseren Heimen haben, eher weiter als dass es sie neu erfindet. Wirklich neu ist dabei, dass alles in einem geplanten baulichen Ganzen stattfindet, das speziell auf diese neuen Ideen ausgerichtet ist", resümierte Scharer über das Modell. Gemeinschafts- und Begegnungsräume, kleine Kochnischen, verstärkte Konzentration auf Aktivierung durch belebte Alltagsgestaltung - all das gebe es bereits, so Scharer, neu sei die komplette Ausrichtung eines Hauses auf diese Innovationen. "Mein Ziel ist es, unsere Partner, Bürgermeister und Betreiber, von dem Modell zu überzeugen, damit wir 2008 bereits eine Gemeinde finden, die ihren Neubau an diesen Prinzipien ausrichtet", betonte Scharer.

Hausgemeinschaften eher günstiger als traditionelle Pflegeheime

Dass mit dieser "Umstellung" keine Kostensteigerungen verbunden sein müssen stellte Herr Hofrat Dr. Herbert Prucher, Leiter der Sozialabteilung des Landes Salzburg, anhand von Beispielrechnungen dar. Er wurde dabei von Vertretern des Diakoniewerks Gallneukirchen unterstützt, die zwischenzeitlich schon zwei Pflegeinrichtungen nach dem Hausgemeinschaftsprinzip realisiert haben. Beide wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe entwickelt.
Von der dort erreichten Lebensqualität und Normalität hatte sich die Landesrätin im Vorfeld persönlich überzeugt.

Salzburg soll wieder Vorreiter in Sachen Pflege in Österreich werden

Frau Scharer: "Mir ist es nur wichtig, dass Salzburg weiterhin das Nummer-eins-Land in der Pflege bleibt, in dem auch neue Wege beschritten werden. Wir dürfen uns nicht auf unserer guten Qualität ausruhen, die Pflege ist eine junge, sehr lebendige Disziplin, die uns in den nächsten Jahrzehnten hoffentlich noch viele neue Erkenntnisse bringen wird. Da heißt es offen bleiben für neue Wege."

Wir wünschen dem Land Salzburg und den Kollegen viel Erfolg bei der Erreichung des Zieles!

(Presseerklärung als download)

 

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