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03.09.2004

Verhandlungen über eine flächendeckende Anwendung des Verfahrens PLAISIR

auf Bundesebene gescheitert!

In einer Pressemeldung des Kuratoriums Deutsche Altershilfe wurde heute (3.09.2004) mitgeteilt, dass die Lizenzverhandlungen der DGEP (Deutsche Gesellschaft für die systematische Erfassung von Pflegebedarf mbH) mit dem kanadischen Rechteinhaber EROS (Équipe de Recherche Opérationnelle en Santé Inc. Montreal) gescheitert sind. Für den Geschäftsführer des InfAQt und langjährigen fachlichen Leiter im KDA für dieses Projekt, Rolf Gennrich, ein absolut überraschende, schwer nachvollziehbare und für die deutsche Altenpflege folgenschwere Entscheidung.

In der Presserklärung des KDA (www.kda.de) heißt es:

„Das Scheitern ist sehr beklagenswert, denn nach unseren Erfahrungen ist PLAISIR das derzeit beste Verfahren zur Ermittlung der individuell erforderlichen Pflegezeit in Heimen“, sagt KDA-Geschäftsführer Klaus Großjohann.

In der vorgenannten Presserklärung bestätigt und unterstreicht das KDA nochmals die Qualität und das Potenzial des Pflegezeit- und Personalbedarfsermittlungsinstruments PLAISIR:

„Es gibt gegenwärtig keine gleichwertigen Alternativen. Nur mit PLAISIR ist es bislang möglich, den erforderlichen Bedarf an Pflegeleistungen und Pflegezeit für jeden einzelnen Heimbewohner realistisch zu ermitteln“.

Das InfAQt teilt ebenfalls die Auffassung von Großjohann, dass "... die Einführung von PLAISIR (hätte) für eine rationalere Personalbemessung und Personaleinsatzplanung sowohl für die pflegebedürftigen Heimbewohner als auch für die Pflegeeinrichtungen und ihre Mitarbeiter sowie für die Kassen große Vorteile gebracht." (In Klammern redaktionelle Ergänzungen)

Warum und woran die flächendeckende Einführung letztendlich konkret scheiterte ist dem InfAQt z.Zt. noch nicht bekannt. Der KDA Verlautbarung ist jedenfalls zu entnehmen, dass die Ursache "...immer wieder neue(n) und nicht tragbare(n) Forderungen, die der Rechteinhaber gestellt hat." (waren). (In Klammern redaktionelle Ergänzungen)

Egal welche Gründe letztendlich den Ausschlag gaben, -hier hat das InfAQt EROS um eine Stellungnahme aus Sicht der kanadischen Seite gebeten-, die Frage stellt sich nun, ob und wie dieses unbestreitbar für die Praxis wertvolle Instrument in Deutschland weiter genutzt werden kann. Viele Träger möchten das Instrument für das interne Qualitätsmanagement nutzen und haben auch schon begonnen Mitarbeiter zu schulen und sich auf die Erhebung vorzubereiten. Viele Veranstaltungen wurden mit dem Themenschwerpunkt PLAISIR geplant und auch schon vorbereitet.

Es wird sich in den nächsten Tagen zeigen, welche Optionen für PLAISIR in Deutschland zukünftig bestehen und welche Perspektiven sich beispielsweise für die bisherigen Mitarbeiter des PLAISIR- Projektteams der DGEP auftun, die engagiert und mit Engelsgeduld immer auf eine positives Ende gehofft haben.

Das InfAQt wird sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für den Erhalt und die Verfügbarkeit des Verfahrens in Deutschland weiterhin einsetzen.

 

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