Kopfcollage InfaqtINFAQT

Institut für Altenwohnbau und
Qualitätsmanagement GmbH

09.09.2010 - 02:07 Uhr
Suchen
Newsletter

Newsletter
Aktuelles aus unserem Firmen-Portfolio

Newsletter abonnieren

Anreise zu uns

[www.bahn.de Anreisebutton]

Nutzen Sie den Routenplaner der Deutschen Bahn mit öffentlichen Verkehrsmittel oder dem Auto.

Buchtipp

Lebenswelt für demenzkranke Menschen : Modellprojekt heimverbundene Hausgemeinschaft Wetter

Cover Bichtipp Hausgemeinschaften Wetter

von Margret Müller und Norbert Seidl

Bei Amazon bestellen

Sie sind hier: Startseite - Pressebereich - Zwei Jahre Institut für Altenwohnbau

 

15.01.2006

Zwei Jahre Institut für Altenwohnbau

Zeitpunkt für eine Bestandsaufnahme

Mit dem 12.01.2006 besteht das INFAQT nunmehr zwei Jahre. Kein bedeutsames Alter für ein Beratungs- und Forschungsinstitut, aber ein gegebener Anlass allen Kunden und Kooperationspartnern für das in uns gesetzte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit zu danken!
Im Rahmen einer Bestandsaufnahme unserer bisherigen Aktivitäten und unter Berücksichtigung der Beratungsschwerpunkte in den vergangenen beiden Jahren haben wir für 2006 folgende Entscheidungen getroffen bzw. nachfolgende Arbeitsschwerpunkte vereinbart:

Aktionstag für Initiativen und Wohnprojekte

Das Institut wird das Ziel, möglichst kleinteilige und bedürfnisgerechte Wohnformen für ältere Menschen zu unterstützen, stärker als bisher verfolgen. Aus diesem Grund wird ab Februar in regelmäßigen Abständen, ca. alle 6 Wochen, ein kostenfreier Beratungstag für Selbsthilfegruppen, Existenzgründer und Initiativen auf kommunaler Ebene angeboten, die ein Wohnprojekt für Ältere in ihrer Region in Eigeninitiative planen und realisieren möchten.
Interessierte können sich direkt mit Ihren Fragen und Problemstellungen an uns wenden! Die konkreten Teilnehmer an diesem „Aktionstag für Initiativen und Wohnprojekte“ werden an Hand der von ihnen beschriebenen Themenschwerpunkte und Fragestellungen eingeladen und können an diesem Tag ihre Fragen zum Bau, zur Finanzierung und Organisation mit Experten und anderen Initiativen diskutieren. Der erste offene Beratungstag ist für den 24.02.2006, 10:00 bis 16:00 geplant.

Kräfte bündeln und unabhängig bleiben- Die soziale Genossenschaft

Da ein Hauptproblem kleiner Wohnprojekte schon bei der Wahl der geeigneten Organisations- und Rechtsform beginnt, haben wir in Zusammenwirken mit der Zentralstelle der Konsumgenossenschaften Überlegungen zur Bildung einer "Sozialen Genossenschaft" vorangetrieben, so wurden die Grundlagen einer Satzung für ein Wohnprojekt auf regionaler Ebene bereits erarbeit.

Nach Anpassung des deutschen Genossenschaftsrecht an das EU Recht (womit noch im ersten Halbjahr 2006 zu rechnen ist) stellt die "Soziale Genossenschaft" die aus unsere Sicht ideale Rechtsform für Wohnprojekte auf kommunaler Ebene dar. Sie bietet bürgerschaftlichem Engagement einen angemessen und wirtschaftlich verbindlichen Rahmen. Sie macht Initiativen von den etablierten Trägern unabhängig, so dass die Wohnprojekte wirklich von den älteren Menschen selbst oder deren nahe stehenden Personen gestaltet, wirtschaftlich realisiert und auch betrieben werden können! Die soziale Genossenschaft kann den eingetragenen Verein, die gGmbH oder die Stiftung als Rechtsform der Wahl zukünftig ablösen. Sie ermöglicht, gegenüber den vorgenannten Rechtsformen, eine deutlich bessere Beteiligung und mehr Mitbestimmung der Beteiligten. Darüber hinaus kann die soziale Genossenschaft auch privates  Kapital für soziale Zwecke besser einbinden.

Ein Wohnhaus für Familien und Senioren ergänzt das Konzept der Hausgemeinschaften für Dorfgemeinschaften.

Gemeinsam mit dem Architekturbüro Schaarschmidt wurde das Wohnhaus für 12 Pflegebedürftige durch zusätzlichen, barrierefreien Wohnraum für Familien erweitert und ergänzt. Dieser Haustyp bietet zukünftig auf zwei Ebenen Wohnraum für Familien und Senioren. Es bietet darüber hinaus gemeinsame Wohnflächen zur Freizeitgestaltung und für die u.U. erforderliche Beratung und den Service. Dieses Konzept setzt auf Nähe und Distanz bei Selbstständigkeit und gegenseitiger partnerschaftliche Hilfe.

Pflegeheime müssen (und können!) sich noch flexibler den zukünftigen Anforderungen anpassen

Neben den vorgenannten Leistungsbereichen wird das INFAQT die Beratung für die bestehenden Pflegeeinrichtungen weiter ausbauen. Vor dem Hintergrund des unkoordinierten und „wilden“ Wachstums privater Pflegeeinrichtungen müssen sich die bestehenden Heime gegen die Neubauten behaupten. Mittel für einen Umbau sind häufig nicht verfügbar oder durch Basel II zu „teuer“. Stärker als bisher müssen Ansätze einer kostengünstigen Milieugestaltung bis hin zum Rückbau von Pflegeheimplätzen entwickelt und geprüft werden.

Objektiv kritische Begleitung der ambulant betreuten Wohngemeinschaften

Bei näherer und sachlicher Prüfung der wirtschaftlichen Grundlagen dieser Konzepte muss leider festgestellt werden, dass viele Projekte weder wirtschaftlich noch qualitativ tragfähig sind, bzw. einen erheblichen Realitätsbezug vermissen lassen. Eine Vielzahl von Projektplanern wählen diesen „Konstruktion“, lediglich um das Heimgesetz und seine Rechtsverordnung zu unterlaufen. Ein Grund hierfür ist sicher auch, dass sich das Gerücht hartnäckig hält, dass diese Wohnform gegenüber einer vollstationären Pflege kostengünstiger ist. Dass diese Annahme einer näheren Prüfung nicht standhält, insbesondere bei einer Betrachtung der Gesamtkosten, wird insbesondere von einigen Politikern, Sozialwissenschaftlern und Betreibern häufig noch negiert.

Anders formuliert: Wenn die vollstationäre Pflege im gleichen Maße von Auflagen und kostenverursachende Richtlinien und Verordnungen freigestellt werden würde, -wie viele der so genannten ambulant betreuten Wohngemeinschaften-, dann wäre das Pflegeheim bei hohem und höchstem Pflege- und Betreuungsbedarf auch die finanziell günstigere Variante. Wenn dann die "Heime" noch ihre überholten und ineffizienten Betriebskonzepte überprüfen und neu gestalten würden, wären sie vielfach eine qualitätvollere Alternative zu einer Vielzahl der uns bekannten Wohngemeinschaften in umgebauten Großraumwohnungen, die häufig nicht barrierefrei sind und in denen der Mieter u.U. noch nicht einmal über ein eigenes Bad und/oder eigenes Zimmer verfügt. 

Die  "Umstellung" einer traditionellen Pflegeeinrichtung auf das Prinzip der Hausgemeinschaft, - im Einzelfall auch ohne einen gravierenden Umbau- ist hier eine qualitätvolle und wirtschaftliche Möglichkeit, die sich auch in der direkten Konkurrenz zu den "Substandard-Heimen" mancher Investorengruppen durch eine bessere Nachfrage und höhere Auslastung auszahlt.

Ökonomisierung der Pflege ja, aber nicht um jeden Preis!

-Nachhaltigkeit durch "kundenorienterte" Qualität- statt -Wie können wir es den Sozialleistungsträgern oder den Investoren Recht machen?-, sollte für die freigemeinnützigen Pflegeheimbetreiber ein vorrangiges Ziel sein; andernfalls droht eine fortschreitende Erosion der Werte und der Leitbilder der Freien Wohlfahrtspflege. 

So ist die immer wieder aufflammende Diskussion, ob ein "sozialhilfebedürftiger" Pflegebedüftiger einen Anspruch auf eine eigenes Zimmer im Pflegeheim hat, ein Armutszeugnis für die deutsche Pflege. Der Anspruch eines pflegebedürftigen Menschen auf einen -14 qm- Rest von Indidualität und Privatsphäre, kann und darf nicht über eine (ohnehin) kurzsichtige ökonomischen Sichtweise ausgehebelt werden. Das einzelne Sozialhilfträger nur noch die Kosten für ein Doppelzimmer übernehmen wollen, ist wahrscheinlich dadurch begründet, dass sie in ihrem Einzugsbereich erhebliche Leerstände in ihren Pflegeheimen haben, die gerade durch den hohen Anteil von Doppelzimmern verursacht sind! Die Defizite durch die nichtbelegten Doppelzimmer sind bei einer wirtschaftlichen Gesamtbetrachtung höher als die investiven Mehraufwendungen für ein Einzelzimmer, da diese in der Regel durchgehend belegt sind. Hier wird Ursache und Wirkung verwechselt.

Neben diese Aktivitäten und Zielen bietet das INFAQT selbstverständlich weiterhin die Erstellung von Nachfrage- und Markanalysen, die Vorbereitung und Durchführung von Gutachterverfahren und die Integration von Controllinginstrumenten in der vollstationären Pflege (Plantools) an.
Das Verfahren Plaisir, welches 2004 noch einen Arbeitschwerpunkt des Instituts darstellte, wird zwar weiterhin für Deutschland angeboten, aber die eigenständige Weiterentwicklung, mit dem Ziel einer breiteren Anwendung in Deutschland, wird derzeit nicht weiter vorangetrieben, da die Wahrscheinlichkeit für die Einführung eines Systems zur leistungsgerechten Personalbedarfsermittlung in unserem Land quasi auf Null gesunken ist.

Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam mit Ihnen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität im Alter leisten können.

 

Druckversion Druckversion

zurück zu Pressebereich

 

 

Seite empfehlen Seite empfehlen

nach oben nach oben

Plan Haus und Garten

RSS Feed - © 2003 - 2010 INFAQT - Impressum