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14.12.2004

Benchmark und Rating mit dem Planungs- und Kalkulationstool (NBPM)

Planungs- und Kalkulationstool (NBPM) zur Ermittlung der Kostenstrukturen bei Neubauprojekten entwickelt.

Das Neubauprojektmodell (weiter NBPM genannt) ist ein Planungstool, welches speziell für die Planung- und Kostenkalkulation von zu errichtenden Neubauten in der Altenpflege eingesetzt werden kann. Der Fokus liegt hierbei auf die Darstellung eines differenzierten Investitionskostensatzes (weiter IKS genannt) für die Nutzung von Einzel- und Doppelzimmern. Herzstück des  Planungstools ist die zwingende Eingabe von Kostengruppen nach der Kostengliederung DIN 276. Der Anwender ist jederzeit in der Lage, die notwendigen Kostenkalkulationen nach den Hauptkostengruppen und den Unterkostengruppen für ein Neubauprojekt monetär einzeln oder in der Hauptkostengruppe als Gesamtzahl zu bewerten.

Sind die vorgegeben Planungswerte, zum Beispiel ein festgelegter Kostenrichtwert pro Bewohnerplatz, festgelegt, kann mit dem Planungstool der notwendige Investitionskostensatz auf Basis der eingegeben Werten in den Kostengruppen berechnet werden. Dabei besteht die Option, in die Berechnung die Anteile einer Kreditfinanzierung einfließen zu lassen.

Ist der notwendige Investitionskostensatz ermittelt, hat der Benutzer zusätzlich die Möglichkeit, über eine Zuschlagsberechnung den IKS zu verändern. Dieser Option liegt die Annahme zugrunde, dass bestimmte Leistungsangebote nicht über den nach einer LPGVO (Verordnung zum Landespflegegesetz) ermittelten IKS enthalten sind, also so genannte Zusatzleistungen darstellen.

Mit Hilfe dieses von  Dipl.-Volkswirt, Dipl.-Sozialökonom Guido Dähler in Zusammenarbeit mit INFAQT entwickelten Kalkulations- und Benchmarkinstrument können somit schon bei Planungsbeginn alle kostenwirksamen Entscheidungen transparent dargestellt und beispielsweise in Hinblick auf die Auswirkungen auf den Investitionskostensatz überprüft werden.
Ursprünglich war das Ziel des INFAQT gemeinsam mit Herrn Daehler ein wirkunsgsvolles Ratung-Instrument für die Banken im Vorgriff auf Basel II zu schaffen.
Dieses Produkt geht nach fast einjähriger Entwicklungsarbeit allerdings weit darüber hinaus. Es ermöglicht die Auswirkungen qualitativ begründeter Entscheidungen in Bezug auf die hierdurch erforderlichen Investitions- als auch Betriebskosten darzustellen.
Alle Kostengruppen und Flächen(kennwerte) können einrichtungsbezogen in das Modell eingepflegt und mit Vergleichswerten in Beziehung gesetzt werden.
So können die Auswirkungen für jede Kostengruppe dargestellt und Einsparpotentiale aufgezeigt werden.
Vor dem Hintergrund der nach unserer Auffassung völlig am Ziel (Kosten zu reduzieren)und am SGB XI (Qualität zu erhalten) vorbei führenden Diskussion über den Abbau von Einzelzimmern zu Gunsten von mehr Doppelzimmern (siehe Beitrag auf dieser Seite) wurde dieses Modul zusätzlich entwickelt, um die Diskussion möglichst zu versachlichen. So können die Auswirkungen durch die Höhe des Anteils der Einzelzimmer nicht nur flächenmäßig und investiv, sondern auch unter Beachtung der Finanzierungsart (gefördert, nicht gefördert, Art und Laufzeit der Darlehen, Belegungsoptionen) dargestellt werden.
Obwohl schwerpunktmäßig für die Planung von Neubauprojekten entwickelt können mit dem NBPM natürlich auch schon abgerechnete Projekte differenziert erfasst, ausgewertet und miteinander verglichen werden. Dies ermöglicht wertvolle Rückschlüsse auf  Kosten verursachende und Kosten sparende Lösungen in der Bauausführung. So wurde an den bisher ausgewerteten Projekten sehr deutlich, dass ein hoher Anteil an Doppezimmern nicht zwangsläufig zu preisgünstigen Lösungen führt.

 

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