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29.11.2004

Personalbemessungssystem für die Altenpflege

Artikel pflege intern vom 19.11.2004, Nr. 22/2004

Unter dem Titel: Ein neues Konzept steht zur Diskussion wird die Entwicklung eines Personalbemessungssystems für Deutschland in Aussicht gestellt.

Hintergrund für dieses "Angebot" ist, …"dass es durch das Scheitern der Verhandlungen mit dem Anbieter des PLAISIR-Verfahrens" …“an einer angemessenen und nachvollziehbaren Systematik zur Bemessung der notwendigen Personalausstattung in Einrichtungen der stationären Altenhilfe" fehlt.

Dem kann nur zugestimmt werden, aber der Grund für dieses "Vakuum" nach PLAISIR war und ist nicht dass Fehlen einer ausreichend erprobten Systematik und Methode, die ja bei PLAISIR von der Praxis in hohem Maße anerkannt wurde.

Dieses Projekt scheiterte im Wesentlichen an den sich durch eine solche Konstruktion zwangsläufig ergebenden juristischen Problemen und komplexen Vertragsstrukturen, die die Beteiligten nicht einvernehmlich lösen bzw. klären konnten.

PLAISIR scheiterte auch nicht, wie vielleicht vielfach angenommen wird, an den Kosten einer deutschen Anwendung des Verfahrens, denn die verhandelten ökonomischen Vorrausetzungen für eine Anwendung waren ungleich besser als in der Schweiz.
Es waren vielleicht vielmehr die Kosten, die eine Umsetzung der Ergebnisse in die Pflege bedeutet hätten, obwohl dies eine irrige Annahme ist, wie das Kieler Modell beweist.

FAZIT

Das Verfahren PLAISIR wurde der deutschen Selbstverwaltung quasi auf einem Silbertablett und vorkonfektioniert serviert, nachdem es über das Kuratorium Deutsche Altershilfe im Laufe von fast 4 Jahren bei weit mehr als 13.000 Erhebungen erprobt, validiert und an die deutschen Verhältnisse angepasst wurde. Das Kieler Modell hätte einen sozialverträglichen Umstieg von pauschalen Personalschlüsseln auf ein leistungsorientiertes Modell der Personalbemessung ermöglicht, getragen von der Selbstverwaltung in diesem Bundesland.

All diese Entscheidungsprozesse und Überzeigungsarbeit müsste bei der Entwicklung eines "neuen" Verfahrens wiederholt und letztendlich auch wieder finanziert werden.
Es würde mehr Sinn ergeben an einem erreichten Kenntnisstand anzuschließen, statt immer wieder das Rad neu erfinden zu wollen, zumal bei PLAISIR nicht eine mangelnde Qualität des Produkts für das Scheitern verantwortlich zu machen ist.

 

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