INFAQT
Institut für Altenwohnbau und
Qualitätsmanagement GmbH
Lebenswelt für demenzkranke Menschen : Modellprojekt heimverbundene Hausgemeinschaft Wetter

von Margret Müller und Norbert Seidl
15.03.2004
Die Einführung des nunmehr in Deutschland über mehr als vier Jahre erprobten Pflegezeit- und Personalbemessungssystem PLAISIR scheint in Kürze möglich! Alle bisherigen Anwendungen konnten eindrücklich nachweisen, dass es nicht nur sehr praktikabel ist, sondern dass es verlässliche und konkrete Daten zum Leistungsgeschehen in der vollstationären Pflege liefert.
Mit intensiver Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und erheblicher Unterstützung durch das Kuratorium Deutsche Altershilfe ist die Selbstverwaltung nunmehr an einem Punkt, an dem sie sich für eine Abkehr von pauschalen und undifferenzierten Personalbemessungssystemen entscheiden kann, denn das Verfahren ermöglicht eine zuverlässige und bedarfsgerechte Bestimmung der erforderlichen Pflegeleistungen der Heimbewohner und kann diese zur Ermittlung des hierfür erforderlichen Personals heranziehen. Eine wirklich als "historisch" zu bezeichnende Chance. Mit einer Einführung von PLAISIR würden erstmals in Deutschland verlässliche und vergleichbare Informationen zu der Struktur der Bewohner und über die für ihre Pflege erforderlichen Leistungen vorliegen.
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit für einen Dienstleistungsbereich in dem jährlich mehrere Milliarden Euro umgesetzt werden. Wertvolle Daten für die innerbetriebliche Planung und Qualitätsentwicklung würden systematisch ermittelt und auch für die Planung der Pflegeinfrastruktur genutzt werden können. PLAISIR ist weltweit das einzige Verfahren, welches einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Zustand eines Bewohners und den für seine Pflege erforderlichen Leistungen herstellt und diesen auch systematisch überprüft. Es begnügt sich nicht damit die Bewohner in mehr oder weniger genaue Kategorien eines empirisch ermittelten Verbrauchs von Ressourcen zu "stecken".
Verfahren wie das Resident Assessment Instrument (RAI)(www.rai-info.de) können eben nicht, trotz der zusätzlichen Ressourcen Utilisations Groups (RUG´s) und entgegen der vollmundigen Verlautbarungen der Anbieter, die Pflegeleistungen für den einzelnen Bewohner abschätzen und das erforderliche Personal bestimmen. Das PLAISIR auch den Pflegebedarf der Menschen mit beeinträchtigter Alltagskompetenz umfassend erkennt hat eine Anwendung in Hamburg schon vor einiger Zeit eindrucksvoll nachgewiesen
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